Kata

festgelegte Form

 

In Okinawa und nach der Einführung auf dem japanischen Festland bis in die 30er-Jahre bestand Karate fast ausschließlich aus Kata. Kata ist die stilisierte Form eines Kampfes gegen mehrere imaginäre Gegner. Kata gibt es nicht nur im Karate oder anderen Budokünsten, sondern in allen Formen traditioneller asiatischer Kampfkünste. Durch die Kata wurden diese Künste von Generation zu Generation überliefert. Sie waren und sind die Textbücher dieser Künste. Kata ist geeignet um die Beherrschung der Techniken und besonders die innere Haltung zu schulen:

  • Atmung     
  • Ruhe
  • Gleichgewichtssinn
  • Motorikschulung
  • Rhythmus
  • Entschlusskraft
  • Wahrnehmung
  • Gelassenheit

Die Kata sind auch ideal zum Trainieren des ganzen Körpers, da in ihnen alle Techniken des Karate in festgelegter Reihenfolge auftauchen. Vor allem durch das Studium der Kata erlangt man Harmonie und Rhythmus, gelangt zu innerer Gelassenheit, Sicherheit und Ausstrahlung. Die Koordinations- und Konzentrationsfähigkeit werden durch das Erlernen und Üben von Kata ebenfalls gesteigert. Durch regelmäßiges Training wird die Kata mit Leben erfüllt – auch Kata ist Kampf. Kata erstreckt sich auch darauf, dass jede Technik gezielt ausgeführt wird, dass man die imaginären Gegner und ihre Angriffe ganz bewusst „sieht" und entsprechend reagiert. Dieses Bewusstsein, die Wachheit – Wachsamkeit – bezeichnet der Japaner als Zanshin. Dieser Begriff hat in allen Kampfkünsten große Bedeutung. Zanshin ist auch besonders wichtig am Schluss einer Kata, wo man voller kampfbereiter Wachsamkeit noch einige Sekunden in der letzten Technik verharrt und erst dann, wenn kein weiterer „Angriff" mehr erfolgt, langsam und ruhig wieder die Grundstellung einnimmt und sich dabei vollkommen löst (Entspannung) – äußerlich (Muskeln) und innerlich (Geist, Seele).

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